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Standbegattung

Unter Standbegattung versteht man, dass Jungköniginnen am eigenen Bienenstand schlüpfen, ausfliegen und dort von Drohnen begattet werden. Es handelt sich also um die natürlichste und einfachste Form der Begattung.

Ablauf:
Nach dem Schlupf der jungen Königin erfolgt ein Reinigungs- und Orientierungsflug. Bei passendem Wetter (warm, windstill, sonnig) fliegt sie anschließend zu sogenannten Drohnensammelplätzen, wo sich Hunderte bis Tausende Drohnen versammeln. Dort findet die Begattung statt. Die Königin paart sich in der Regel mit 10–20 Drohnen. Nach einigen Tagen beginnt sie mit der Eiablage im Volk.

Vorteile:

  • Sehr einfach durchzuführen, keine zusätzlichen Wege oder Transporte erforderlich
  • Geringer organisatorischer Aufwand – die Königinnen bleiben am eigenen Stand
  • Gut geeignet für die eigene Nachzucht im Hobbybereich oder zur schnellen Vermehrung

Nachteile:

  • Die Drohnen stammen aus allen umliegenden Völkern im Flugradius (mehrere Kilometer)
  • Keine Kontrolle über die genetische Herkunft der Väter
  • Eigenschaften der Nachkommen (Sanftmut, Honigleistung, Schwarmtrieb, Varroatoleranz etc.) können stark schwanken
  • Für eine gezielte Zuchtarbeit ungeeignet

Praxis-Tipp:
Standbegattung ist ideal, wenn es um unkomplizierte Königinnenvermehrung geht, beispielsweise für den Eigenbedarf eines Imkers. Wer jedoch Wert auf kontrollierte Zucht und verlässliche Eigenschaften legt, nutzt lieber Belegstellen oder künstliche Besamung.

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