Asiatische Hornisse · Presseaussendung des Landes OÖ
Asiatische Hornisse rückt näher: Oberösterreich setzt auf Vorbereitung
Nach Nachweisen in Vorarlberg und Tirol bereiten sich das Land Oberösterreich, der OÖ Landesverband für Bienenzucht und das Bienenzentrum OÖ gemeinsam auf ein mögliches Auftreten der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) vor. In Oberösterreich gibt es derzeit keinen bestätigten Nachweis. Das Land OÖ hat dazu eine Presseaussendung von Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger veröffentlicht.
Taskforce bündelt Wissen und Zuständigkeiten
Auf Initiative des Bienenzentrums OÖ wurde eine Taskforce zur Asiatischen Hornisse eingerichtet. Bei ihrer Tagung kamen die zuständigen Fachstellen und Organisationen an einem Tisch zusammen, um im Anlassfall schnell und koordiniert reagieren zu können.
„Bei der Asiatischen Hornisse gilt: Wir dürfen nicht warten, bis sie da ist. Sie kann Bienenvölker und heimische Insekten massiv schwächen sowie Schäden in Obst- und Weinbau verursachen. Deshalb heißt es für uns: früh erkennen, schnell handeln.“
Klare Meldewege, geschulte Fachkräfte und eine enge Zusammenarbeit von Imkerei, Behörden und Expert:innen sollen dafür die Voraussetzungen schaffen, so die Landesrätin.
Arbeitsgruppe tagte zum fünften Mal
Im Zentrum der Vorbereitungen steht die 2024 gegründete Arbeitsgruppe zur Asiatischen Hornisse, die nun bereits zum fünften Mal getagt hat. Sie vereint Expert:innen des Landes OÖ, des OÖ Landesverbandes für Bienenzucht, des Bienenzentrums OÖ sowie des Erwerbsimkerbundes.
Laut Theresa Frühwirth, Leiterin des Bienenzentrums OÖ und Koordinatorin der Arbeitsgruppe für das Land Oberösterreich, werden dort Maßnahmen zur Früherkennung, Nestsuche und Bekämpfung abgestimmt und laufend weiterentwickelt. Weitere Schwerpunkte sind die Koordination der Kommunikations- und Meldewege, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Klärung organisatorischer und finanzieller Rahmenbedingungen.
Imkerinnen und Imker als zentrale Partner
Dem OÖ Landesverband für Bienenzucht und seinen Mitgliedern kommt bei der Umsetzung eine zentrale Rolle zu. Mit rund 8.500 Mitgliedern und einer flächendeckenden Struktur verfügt der Verband über das Netzwerk, um Maßnahmen vor Ort umzusetzen und die zuständigen Stellen bei der Nestsuche sowie bei Verdachtsmeldungen zu unterstützen.
„Da sich die Asiatische Hornisse über Bayern zunehmend Oberösterreich nähert und die bisherigen Nachweise bereits bis auf rund 50 Kilometer an die oberösterreichische Grenze heranreichen, setzen wir insbesondere im Bezirk Braunau auf gezielte Vorbereitungsmaßnahmen.“
Dazu zählen geschulte Vespa-velutina-Referent:innen sowie eine Praxisübung am 9. Oktober 2026 in Lochen am See (Bezirk Braunau). Trainiert werden unter anderem die Erkennung der Asiatischen Hornisse, die Dokumentation von Funden sowie Methoden zur Nestsuche und Nestortung. Parallel dazu baut der Landesverband regionale Expert:innen auf und schafft die technische Ausstattung an, um bei einem bestätigten Fund rasch und zielgerichtet handeln zu können.
Aufmerksam sein: Verdachtsfälle dokumentieren und melden
Die Früherkennung ist der entscheidende Faktor, um die Ausbreitung einzudämmen. Gerade im Herbst steigt die Wahrscheinlichkeit, Nester zu entdecken: Mit dem Laubfall werden die oft sehr großen Nester sichtbar, die sich meist hoch oben in Bäumen befinden und während der Vegetationsperiode schwer zu erkennen sind.
Verdächtiges Einzeltier oder mögliches Nest entdeckt? Aus sicherer Entfernung fotografieren und umgehend melden.
- Online
- www.velutina-melden.at (bundesweite Meldeplattform)
- Hotline
- 0732 73 20 70 90 (OÖ Landesverband für Bienenzucht)
- velutina@bzv-ooe.at
Wichtig: Nester dürfen keinesfalls eigenständig entfernt werden.
Jede Meldung trägt dazu bei, mögliche Vorkommen frühzeitig zu erkennen und gezielte Maßnahmen zum Schutz der heimischen Bestäuber einzuleiten.
Presseaussendung zum Nachlesen
Presseaussendung des Landes OÖLRin Langer-Weninger: „Asiatische Hornisse rückt näher: Oberösterreich setzt auf konsequente Vorbereitung“ (PDF)
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