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Asiatische Hornisse: Übung in Lochen am See | BZV-OÖ

Presseaussendung

OÖ Landesverband für Bienenzucht · Linz, 2. Oktober 2026

Asiatische Hornisse: Nach Funden in Tirol und München bereitet sich Oberösterreich vor

Praktische Übung in Lochen am See stärkt Nestsuche, sicheren Technikeinsatz und die Zusammenarbeit geschulter Ansprechpersonen.

Die Asiatische Hornisse ist eine konkrete Herausforderung im Umfeld Oberösterreichs: In Kössen in Tirol wurde am 10. September 2026 ein Nest entfernt. Auch aus München liegen bestätigte Nachweise vor, wie das Bayerische Landwirtschaftsministerium am 1. Oktober mitteilte. Für den OÖ Landesverband für Bienenzucht unterstreichen diese Entwicklungen die Dringlichkeit einer systematischen Vorbereitung. Am Freitag, 9. Oktober 2026, veranstaltet er deshalb in Lochen am See eine praktische Vespa-velutina-Übung.

Dabei geht es um Wissen, praktische Fähigkeiten und ein Netzwerk geschulter Ansprechpersonen. Frühzeitiges Erkennen, verlässliche Meldungen und das Auffinden von Nestern sind entscheidende Grundlagen für gezieltes Handeln. Möglichst verhindert werden sollen die Entstehung und Ausbreitung reproduktionsfähiger Nachkommen und damit weitere Nestgründungen. Dafür sind der Entwicklungsstand eines Nestes und der Zeitpunkt eines Eingriffs wesentlich.

Die Asiatische Hornisse jagt Honigbienen und weitere Insekten zur Versorgung ihrer Brut. Starker Jagddruck kann Bienenvölker belasten und deren Sammelaktivität einschränken. Auch andere Bestäuber gehören zu ihren Beutetieren. Mögliche Folgen für Bestäubung und Landwirtschaft verdienen daher Aufmerksamkeit; pauschale Schadensprognosen für Oberösterreich lassen sich daraus jedoch nicht ableiten.

Für die Übung in landwirtschaftlicher Umgebung plant der Landesverband mit rund 30 bis 40 Teilnehmer*innen. Angesprochen sind Vespa-velutina-Referent*innen sowie Obleute der Ortsgruppen im Bezirk Braunau und Bienenseuchensachverständige. In Kleingruppen werden mehrere Stationen durchlaufen.

Zunächst steht die Unterscheidung von ähnlichen heimischen Arten, insbesondere der Europäischen Hornisse, im Mittelpunkt. Vespa velutina ist auch nicht mit der Asiatischen Riesenhornisse gleichzusetzen. Bei der Nestsuche wird das Prinzip der Triangulation vermittelt: Flugrichtungen von verschiedenen Beobachtungsstandorten helfen, ein Suchgebiet einzugrenzen.

An einer weiteren Station lernen die Teilnehmer*innen die Beobachtung und Nestidentifikation mit Ferngläsern und Drohne kennen. Sie wechseln zwischen Fernglas und Bildschirm, um beide Perspektiven praktisch zu erproben. Außerdem werden Schutzanzüge vorgestellt und anprobiert.

Die Carbonlanze wird gemeinsam aufgestellt, gehandhabt und in einem Laubbaum positioniert. Diese Handhabungs- und Positionierungsübung verbindet den Technikeinsatz mit sicheren Abläufen: Absperrung, ausreichender Sicherheitsabstand, Schutzhelme und ein freier möglicher Fallbereich. Besondere Vorsicht gilt Stromleitungen, da Carbon elektrisch leitend ist.

„Die Entwicklungen in Kössen und München zeigen, wie wichtig unsere Vorbereitung ist. Wir wollen jetzt Menschen schulen, Zusammenarbeit einüben und den sicheren Umgang mit der Ausrüstung trainieren. Handlungskompetenz entsteht dort, wo Wissen gemeinsam praktisch angewendet wird.“ Herbert Vitzthum, Präsident des OÖ Landesverbandes für Bienenzucht

Als nächster Schritt ist eine weitere Übung in einem anderen oberösterreichischen Bezirk im städtischen Umfeld vorgesehen. Damit soll die Vorbereitung gezielt um die Bedingungen in dichter bebauten Gebieten erweitert werden.

Ein gemeinsames warmes Essen und Erfahrungsaustausch schließen die Übung ab. Sie ist eine geschlossene Fachveranstaltung für verbindlich angemeldete Teilnehmer*innen.

Berichterstattung, Fotoaufnahmen und Interviews sind nach vorheriger persönlicher Vereinbarung möglich. Für Medienanfragen und die Abstimmung einer Berichterstattung steht Herbert Vitzthum zur Verfügung. Organisatorische Einzelheiten werden ausschließlich direkt mit interessierten Redaktionen vereinbart.

Diese Presseaussendung des OÖ Landesverbandes für Bienenzucht steht zur redaktionellen Verwendung frei.

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