Asiatische Hornisse (Vespa velutina) erkennen
Diese invasive Art stellt eine ernsthafte Bedrohung für Honigbienen und andere Bestäuber dar. Besonders im Spätsommer und Herbst kann sie Bienenstände stark schwächen. Eine einzelne Vespa velutina kann pro Tag bis zu 150 Bienen erbeuten. In einem Nest leben zur Hochsaison bis zu 3.000 Tiere – das entspricht einem potenziellen täglichen Verlust von rund 45.000 Bienen, also der Größe eines ganzen Bienenvolks.
So sieht die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) aus


So klingt die Asiatische Hornisse (Vespa velutina)
Das Brummen einer Asiatischen Hornisse klingt deutlich anders als das Summen unserer Bienen. Es ist tiefer, dunkler und wirkt unruhiger – fast so, als würde eine große Bremse direkt vor dem Ohr surren. Wenn mehrere Hornissen vor dem Bienenstock im Schwebeflug jagen, entsteht ein gleichmäßiges, bedrohliches Brummen, das man sofort von normalem Bienensummen unterscheiden kann.
Folgende Bilder zeigen typische Verwechslungen mit der Asiatische Hornisse (Vespa velutina)
Heimische Hornisse (Vespa crabo)
Die Vespa crabo, auch Europäische Hornisse genannt, ist eine große, friedliche Wespenart, die in hohlen Bäumen oder Gebäuden nistet und vor allem nachts jagt, wobei sie eine wichtige Rolle im Ökosystem als Insektenjägerin spielt.

Holzbiene
Die Holzbiene (Xylocopa violacea) ist eine große, schwarz-blau schimmernde Wildbiene, die oft durch ihr lautes Brummen auffällt und ihre Nester in Totholz oder Holzstrukturen anlegt.

Mittlere Wespe, kleine Hornisse
Die Mittlere Wespe (Dolichovespula media), auch Kleine Hornisse genannt, ist eine eher friedliche, mittelgroße Wespenart mit auffälliger gelb-schwarzer Zeichnung, die bevorzugt in Gebüschen oder Bäumen ihre frei hängenden Nester baut.

Borstige Dolchwespe
Die Borstige Dolchwespe (Scolia hirta) ist eine auffällig schwarz-gelbe, pelzige Grabwespe, die meist an Blüten saugt und ihre Larven als Parasitoiden in Engerlinge von Blatthornkäfern ablegt.

Hornissenschwebfliege
Die Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria) ist eine harmlose, hornissenähnlich gefärbte Schwebfliege, die durch Mimikry Fressfeinde abschreckt und ihre Larven in den Nestern von Wespen oder Hornissen entwickelt.

Riesenlaubholzwespe
Anders als die in ihrer Erscheinung ebenfalls auffällige Riesenholzwespe Urocerus gigas L., 1758, welche auf Nadelbäume angewiesen ist, benötigt T. fuscicornis das Holz von Laubbäumen zur Eiablage und Larvalentwicklung. Besiedelt werden vor allem Betula spp. und Populus spp., aber auch Acer spp., Alnus spp., Carpinus betulus, Juglans regia, Fagus spp., Prunus spp., Quercus spp., Salix spp., Sorbus spp., Ulmus spp. und andere (Matthes & Schmidt 1990, Smith 1978). Offenbar bevorzugt sie die Schattenseite kranker (oder frisch
gefällter) Bäume (Verheyde et al. 2020). In Südamerika, wo T. fuscicornis eingeschleppt wurde (Schiff et al. 2012), wird sie teilweise aufwändig bekämpft, weil sie dort auch gesunde Bäume befällt (CABI 2022). In Deutschland erfolgen die meisten Sichtungen in den Monaten August und September. Quelle: https://www.zobodat.at/pdf/Faun-Oekol-Mitt_11_0019-0026.pdf
Gemeldet im Bezirk Braunau 16.8.2025

Was kann ich als Imkerin oder Imker tun?
- Halte deine Umgebung im Auge – besonders im Spätsommer und Herbst.
- Sprich mit Kolleginnen und Kollegen über mögliche Sichtungen.
- Bilde dich fort: Je besser du Vespa velutina erkennst, desto eher kann sie frühzeitig entdeckt werden.
- Sei dir bewusst: Diese Art lässt sich nicht mehr vollständig aufhalten – aber eine frühe Erkennung kann die Ausbreitung deutlich verlangsamen.
Weiterführende Informationen
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