Was ist eine Belegstelle?
Eine Belegstelle ist ein abgelegenes Gebiet (z. B. Alm, Insel oder Tal), das so gewählt ist, dass keine fremden Drohnen zufliegen können. Dort werden gezielt ausgewählte Drohnenvölker einer bestimmten Linie aufgestellt.
Wie läuft das ab?
Jungköniginnen aus dem eigenen Bienenstand werden in kleinen Kästchen (Begattungseinheiten) zur Belegstelle gebracht. Dort fliegen sie an warmen Tagen aus und paaren sich ausschließlich mit den vorbereiteten Drohnen der Belegstelle.
Der große Vorteil
Die Begattung ist kontrolliert. Das bedeutet: Man weiß, von welcher Linie die Drohnen stammen und welche Eigenschaften sie vererben. Dadurch können Merkmale wie Sanftmut, Schwarmträgheit oder Krankheitsresistenz gezielt gefördert werden.
Der Nachteil
Die Teilnahme an einer Belegstellenbegattung erfordert Organisation und Zeit:
- Man muss die Jungköniginnen rechtzeitig vorbereiten.
- Ein Transport zur Belegstelle ist nötig.
- Meist gibt es feste Anlieferungstermine und gewisse Formalitäten.
Für wen ist das interessant?
- Für Freizeitimker*innen, die besonders ruhige, gesunde oder ertragreiche Völker aufbauen möchten.
- Für Züchter, die gezielt Reinzuchtköniginnen gewinnen wollen.
Merksatz:
Belegstellenbegattung bedeutet „geplante Partnersuche“ für Königinnen – mit klar definierten Drohnenlinien, um bestimmte Eigenschaften sicher weiterzugeben.
