Warum Bienen Salzwasser-Pools lieben – und wie eine perfekte Tränke aussieht
Gerade an heißen, trockenen Sommertagen boomt der Flugbetrieb an unseren Wasserstellen. Doch viele Imker*innen, Gartenbesitzer und Gemeinden kennen das Phänomen: Die frisch aufgestellte, glasklare Bienentränke wird ignoriert, während die Bienen lieber am Rand des nachbarlichen Salzwasser-Pools, an der feuchten Komposterde oder der leicht veralgten Regentonne sitzen.
Das hat einen einfachen Grund: Honigbienen suchen bei Hitze nicht nur pure Erfrischung, sondern vor allem mineralhaltiges Wasser. Leicht abgestandenes Wasser mit Geruch und natürlichen Nährstoffen ist für sie weitaus attraktiver als eine klinisch reine Quelle.
1. Sicher landen statt untergehen
Damit es erst gar nicht zu Konflikten am Pool kommt, gilt die wichtigste Regel: Der Faktor Zeit. Eine Bienentränke wirkt dann am besten, wenn sie bereits sehr früh im Jahr – idealerweise ab dem ersten Reinigungsflug im Frühjahr – angeboten wird. Haben sich die Bienen erst einmal auf eine Wasserquelle eingeflogen, sind sie nur sehr schwer wieder umzugewöhnen.
Hier sind die besten Tipps für Bienenfreundliche Gemeinden und Gartenbesitzer, wie eine optimale Wasserstelle gelingt:
Eine gute Bienentränke muss flach und absolut sicher sein. Ideal ist eine flache Schale, ein großer Untersetzer oder ein kleiner Bottich. Ganz wichtig sind Landeplätze: Fülle die Tränke mit Steinen, Kies, Moos, Holzstücken oder Korken. Bienen dürfen niemals ins offene Wasser fallen – sie müssen bequem am Rand oder auf den Materialien sitzen und trinken können.
2. Das Geheimnis des „schmutzigen“ Wassers
Tausche das Wasser nicht täglich komplett aus, um es klinisch sauber zu halten. Bienen lieben den Geruch von Natur.
- Der Natur-Trick: Gib etwas Erde, Lehm, Moos oder ein Stück ungedüngten Rasenziegel mit in die Tränke.
- Der Mineral-Trick: Eine winzige Messerspitze Salz auf mehrere Liter Wasser wirkt oft Wunder. Aber bitte nicht übertreiben – es geht um feine Nuancen, nicht um eine Salzlake!
3. Der richtige Standort
Platziere die Tränke an einem sonnigen, windgeschützten Ort, idealerweise in der Nähe von Blühflächen. Das Wichtigste ist die Verlässlichkeit: Die Tränke darf niemals austrocknen. Gerade in Hitzeperioden muss regelmäßig und vorsichtig nachgefüllt werden.
Was tun, wenn die Bienen schon am Pool sind?
Wenn sich die Flugrouten erst einmal Richtung Swimmingpool etabliert haben, hilft meist nur Geduld. Du kannst versuchen, den Druck zu nehmen, indem du eine attraktivere, leicht mineralisierte Tränke in der Nähe der Bienenvölker aufstellst. Pools sollten in dieser Zeit bei Nichtbenutzung abgedeckt werden, um die Wasseroberfläche unattraktiv zu machen, während gleichzeitig die neue, bessere Alternative angeboten wird.

Unsere Empfehlung : Reagiert nicht erst im Hochsommer, wenn die ersten Beschwerden auftauchen. Schafft bereits im zeitigen Frühjahr an mehreren strategischen Standorten einfache, dauerhafte Wasserstellen. Flach, mit reichlich Landehilfen, leicht mineralisch und verlässlich gefüllt – das hilft unseren Honigbienen, den Wildbienen und vielen anderen nützlichen Insekten gleichermaßen!
