
Gewinner der OÖ Honigprämierung 2025
Erstmals werden 2025 im Rahmen einer offiziellen Landesprämierung herausragende Honige und Metprodukte ausgezeichnet. Die oberösterreichische Honigprämierung bietet Mitgliedern des OÖ Landesverbandes für Bienenzucht die Möglichkeit, ihre Honig- und Metprodukte einer fachkundigen Bewertung zu unterziehen und öffentlich auszeichnen zu lassen. Im Mittelpunkt stehen Geschmack, sensorische Qualität und die besondere Sorgfalt der Imker*innen in der Herstellung.
Die erste oberösterreichische Honigprämierung hat eindrucksvoll gezeigt, welch hohe Qualität und Vielfalt die heimische Imkerei zu bieten hat. Honige, Met und Öffentlichkeitsprojekte aus allen Bezirken des Landes wurden im Labor des OÖ Landesverbandes für Bienenzucht umfassend analysiert und von einer Fachjury sowie einer Prominentenjury bewertet.
Auf dieser Seite werden die Landessieger 2025 vorgestellt. Jede Kategorie repräsentiert eine besondere Facette des imkerlichen Handwerks – von sortentypischem Honig über charaktervolle Metvarianten bis hin zu vorbildlichen Projekten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit.
- Öffentlichkeitsprojekt „OÖ Imker*innen zeigen Herz“: Imkerverein Helpfau-Uttendorf mit der „Bieneninsel“
- Met trocken/halbtrocken: Johann Deisinger, Wartberg ob der Aist
- Met lieblich: Gerald Lödler, Zwettl an der Rodl
- Bio-Gewürz- oder Fruchtmet: Imkermeister Johann Rindberger, Zell am Moos
- Blütenhonig: Peter Kniewasser, Weißkirchen
- Cremehonig: Herbert Forster, Pfarrkirchen
- Blüten- mit Waldhonig: Hermann & Hildegard Schwarz, Lichtenberg
- Waldhonig: Josef Mühlbacher, Maria Schmolln
- Bio-Honig: Peter Kniewasser, Weiß
- Publikumssieger: Josef Klinger, Schönau im Mühlkreis
Öffentlichkeitsprojekt „OÖ Imker*innen zeigen Herz“:
Imkerverein Helpfau-Uttendorf mit der „Bieneninsel“
Das ausgezeichnete Öffentlichkeitsprojekt „Bieneninsel“ des Imkervereins Helpfau-Uttendorf zeigt eindrucksvoll, wie Naturschutz, Bewusstseinsbildung und Gemeinschaft ineinandergreifen können. Auf einem 1.300 m² großen Areal nahe der Volksschule Uttendorf wurde seit 2020 ein vielfältiger Naturraum geschaffen: eine große Wildblumenfläche, heimische Sträucher, eine Streuobstwiese, ein umfangreiches Wildbienenhotel und ein Schaubienenstand bilden heute einen wertvollen Lebensraum für Honigbienen, Wildbienen, Schmetterlinge und andere Nützlinge.
Die weiteren Finalisten dieser Kategorie waren:
- Beate Pumberger – Vielfalt der Projekte mit Kinder und Jugendlichen, sowie herausragend kreative Gestaltung
- Christine und Johann Schober – beeafrika – Mit Bienen das Familieneinkommen in Afrika absichern

Met trocken/halbtrocken:
Johann Deisinger, Wartberg ob der Aist
Johann Deisinger arbeitet bereits seit seiner Jugend mit Bienen. Nach einer längeren imkerlichen Pause widmet er sich seit rund zehn Jahren wieder intensiv der Bienenhaltung und betreut heute etwa 30 Völker. In seiner Imkerei legt er besonderen Wert auf VSH-orientierte Zuchtarbeit. Seit etwa fünf Jahren produziert er Met, den er vor allem auf kleineren Märkten und Weihnachtsmärkten anbietet.
Der halbtrockene Honigwein des Landessiegers 2025 zeichnet sich durch ein harmonisches Zusammenspiel von feiner Restsüße, dezenter Säure und einem ausgewogenen Alkoholgehalt aus. Der aus vollständig vergorenem Honig hergestellte Met wirkt angenehm trocken und eignet sich hervorragend als Begleiter zu kräftigen Speisen.

Met lieblich:
Gerald Lödler, Zwettl an der Rodl
Gerald Lödler fand erst 2017 zur aktiven Imkerei, betreut heute rund 25 Bienenvölker und produziert Met, inspiriert durch den Hinweis seiner Frau, wertvolle Melezitosehonige nicht zu verschwenden. Die überzeugende Qualität seines ersten eingereichten Mets unterstreicht seine Sorgfalt und Leidenschaft für dieses traditionelle Produkt.
Der lieblich ausgebaute Honigwein des Landessiegers 2025 überzeugt durch seine ausgewogene Süße, seine frische Säurestruktur und ein feines Honigbouquet. Die harmonische Komposition macht ihn zu einem idealen Dessertwein oder einem eleganten Begleiter zu gereiftem Käse.

Bio-Gewürz- oder Fruchtmet:
Imkermeister Johann Rindberger, Zell am Moos
Imkermeister Johann Rindberger ist seit Jahrzehnten eine prägende Persönlichkeit der biologischen Bienenhaltung. Bereits vor 40 Jahren stellte er seinen Betrieb auf Bio um – ein Schritt, der hohe fachliche Ansprüche und besondere Sorgfalt erfordert. Heute betreut er rund 150 Bienenvölker und engagiert sich als langjähriger Referent und Wanderlehrer für ökologische Imkerei in Oberösterreich.
Der Bio-Gewürzmet des Jahres 2025 besticht durch seine außergewöhnliche aromatische Tiefe. Aus hochwertigem Bio-Honig und erlesenen Kräutern sowie Gewürzen aus kontrolliert biologischem Anbau entsteht ein vielschichtiges und zugleich harmonisches Geschmacksprofil. Gekühlt serviert entfaltet der Met seine charakteristische Würze und seinen intensiven Duft.

Blütenhonig:
Peter Kniewasser, Weißkirchen
Peter Kniewasser imkert seit über fünf Jahrzehnten und erhielt bereits als Jugendlicher seinen ersten Bienenstock. Seine langjährige Erfahrung und seine ruhige Arbeitsweise spiegeln sich im charaktervollen Honig ebenso wider wie die Qualität der von ihm betreuten 17 Bienenvölker.
Der Blütenhonig des Landessiegers 2025 zeichnet sich durch eine mild-aromatische Geschmacksfülle aus, ergänzt durch einen feinen lindenartigen Abgang. Die Analyse bestätigt seine hervorragende Lagerfähigkeit und eine typische Zusammensetzung sommerlicher Blühpflanzen.

Cremehonig:
Herbert Forster, Pfarrkirchen
Herbert Forster entdeckte schon früh sein Interesse an der Imkerei und begann mit 25 Jahren, eigene Bienenvölker zu betreuen. Trotz einer Bienengiftallergie blieb er dem Handwerk treu und blickt heute auf beinahe fünf Jahrzehnte imkerliche Erfahrung zurück. Seinen Honig verkauft er seit vielen Jahren regelmäßig am Markt in Bad Hall.
Der ausgezeichnete Cremehonig besticht durch seine feincremige Konsistenz und sein mild-aromatisches Bouquet. Die geschmeidige Textur sorgt für ideale Streichfähigkeit, während die geschmackliche Ausgewogenheit den Charakter der regionalen Frühjahrsblüte widerspiegelt.

Blüten- mit Waldhonig:
Hermann und Hildegard Schwarz, Lichtenberg
Hermann und Hildegard Schwarz führen ihre 12 Bienenvölker gemeinsam. Während Hildegard ursprünglich durch einen Imkerkurs zur Imkerei fand, entwickelte Hermann während einer beruflichen Auszeit besondere Begeisterung für das Handwerk. Heute ergänzen sie ihre kleine Landwirtschaft mit Selbstvermarktung, wobei der Honig vor allem über eine beliebte Selbstbedienungshütte angeboten wird.
Der prämierte Sommerhonig verbindet die florale Vielfalt von Wiesen- und Blütenpflanzen mit den würzigen Aromen von Wald- und Nadelgehölzen. Das Pollenspektrum bestätigt eindrucksvoll die breite regionale Herkunft.

Waldhonig:
Josef Mühlbacher, Maria Schmolln
Josef Mühlbacher erhielt seine ersten Bienenvölker schon als Jugendlicher von seinem Großvater und ist seither eng mit der Imkerei verbunden. Als langjähriger Funktionär des örtlichen Imkervereins und erfahrener Imker betreut er seine Völker mit großer Kontinuität. Sein Honig wird ausschließlich direkt ab Hof verkauft.
Der Waldhonig des Jahres 2025 zeichnet sich durch seine tief rotbraune Farbe und sein warm-malziges Aroma aus. Der charaktervolle Honigtauhonig eignet sich sowohl als Brotaufstrich als auch zum Verfeinern herzhafter Speisen und Marinaden.

Bio-Honig:
Peter Kniewasser, Weißkirchen
Peter Kniewasser, der auch den Landessieg in der Kategorie Blütenhonig erringen konnte, widmet sich seit 54 Jahren der Imkerei. Seine sorgfältige Arbeitsweise, die konstante Pflege seiner Völker und seine langjährige Erfahrung prägen die Qualität seiner Bio-Honige, die erfolgreich direkt vermarktet werden.
Der prämierte Bio-Honig des Jahres 2025 steht für strenge ökologische Produktionsrichtlinien und höchste Produktqualität. Die biologische Betriebsweise erfordert den Einsatz von unbelastetem Bio-Wachs sowie eine Fütterung mit Bio-Zucker. Das Ergebnis ist ein naturbelassener, aromatischer Honig, der für Nachhaltigkeit und Tierwohl steht.

Publikumssieger:
Josef Klinger, Schönau im Mühlkreis
Waldhonig von Josef Klinger, Schönau im Mühlkreis

