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Imker und Bienenvölker in Oberösterreich – Bestäubung, Honig & Vielfalt

In Oberösterreich betreuen über 8.400 Imkerinnen und Imker rund 80.000 Bienenvölker.
Ihre Bienen leisten Bestäubungsarbeit im Wert von 48 Millionen Euro jährlich – und sichern damit Erträge, Vielfalt und Lebensqualität im ganzen Land.

Das Bild zeigt die Karte von Oberösterreich, dort ist für jede Imkerin und jeden Imker ein Punkt gesetzt
8.400 Imker*innen sorgen jedes Jahr für gute Bestäubung in Oberösterreich

Hinter jedem Punkt auf der Karte steht eine Imkerin oder ein Imker, die mit rund 10 Bienenvölkern arbeiten. Meist sind die Völker auf 2–3 Standorte verteilt – stets in der Nähe, damit Mensch und Bienen eng miteinander verbunden bleiben.

Wenn von Bienen die Rede ist, denken viele zuerst an den Honig. Doch der größte Nutzen der Honigbienen liegt nicht im Honigglas, sondern in der Bestäubung. Eine gut bestäubte Pflanze bringt im Schnitt 30–50 % mehr Ertrag. Das macht nicht nur die Landwirtschaft produktiver, sondern verbessert auch die Qualität der Früchte: Erdbeeren zum Beispiel werden größer, gleichmäßiger geformt, entwickeln ein intensiveres Aroma – und halten sogar länger frisch.

In Oberösterreich stehen rund 80.000 Bienenvölker. Jedes einzelne Volk erbringt für die Landwirtschaft im Jahr eine Bestäubungsleistung von rund 600 €. Zusammengerechnet ergibt das einen volkswirtschaftlichen Nutzen von 48 Millionen Euro jährlich – allein durch die Bestäubung in Feldern und Obstgärten. Die unzähligen Blüten in privaten Gärten oder auf Wiesen sind dabei noch gar nicht eingerechnet.

Damit diese Leistung das ganze Bundesland erreicht, braucht es eine gute Verteilung der Imkerinnen und Imker. Die Karte zeigt eindrucksvoll, dass in Oberösterreich eine sehr gleichmäßige Abdeckung gegeben ist. Nur in dichten Waldgebieten wie dem Kobernaußerwald, in Gebirgsregionen oder im Nationalpark Kalkalpen finden sich naturgemäß weniger Bienenstände.

Neben der Bestäubung schenken uns die Bienen wertvolle Produkte: Honig, Wachs, Propolis und Pollen – wichtige Nahrungsmittel, Rohstoffe für Kosmetik, Kerzen oder Pflegeprodukte und unersetzlich für die Pharmaindustrie.

Doch für die Imker*innen ist die Arbeit mit den Bienen noch viel mehr: eine erfüllende Tätigkeit in und mit der Natur, ein Beitrag zur Erhaltung der oberösterreichischen Artenvielfalt – und oft auch ein Schlüssel zu innerer Ruhe.

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