Bienen sind lebensnotwendig und unser Brauchtum ist ein wertvolles Kulturgut. Aktuell erreicht uns oft die Frage: Sollten wir zum Schutz der Bienen darauf verzichten, Weidenzweige für Palmbuschen zu schneiden?
Unsere klare Antwort: Nein, das ist nicht nötig! Im Gegenteil: Würden wir die Weiden (die Sträucher mit den beliebten Palmkätzchen) nicht für unser Brauchtum schätzen und pflegen, gäbe es vermutlich heute weit weniger dieser wichtigen Pflanzen in unserer Kulturlandschaft.
Warum Weiden so wertvoll sind
Für unsere Bienenvölker sind Weiden nach dem Winter die erste „Power-Nahrung“. Sie liefern:
- Nektar als Energielieferant.
- Pollen als unverzichtbare Eiweißquelle für die Aufzucht der jungen Brut.
Nur mit diesen Nährstoffen können die Völker jetzt stark wachsen und gesund in den Frühling starten.
Das eigentliche Problem: Radikale Kahlschläge
Viel kritischer als das maßvolle Schneiden für den Palmbuschen sind die radikalen Kahlschläge entlang von Flurstreifen, die oft noch im Frühjahr durchgeführt werden. Wenn hunderte Meter Hecken bis auf den Boden gestutzt werden, verlieren die Bienen ihre Lebensgrundlage.
Unser Appell: Statt auf den Palmbuschen zu verzichten, sollten wir uns gemeinsam dafür einsetzen, großflächige Rodungen im Frühjahr zu verhindern. Werden Gehölze im Winter fachgerecht gepflegt, bleibt die Blühkraft für das Frühjahr erhalten – und Mensch wie Biene profitieren davon.
Lassen wir das Brauchtum aufblühen – für uns und unsere Bienen!
