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Presseaussendung zum OÖ Landesimkertag in Pichl bei Wels

Am 14. März 2026 treffen sich Oberösterreichs Imkerinnen und Imker zur 136. Generalversammlung und zum 2. OÖ Landesimkertag – mit klarem Fokus auf die Zukunft der heimischen Imkerei.

(Linz, 12.03.2026) Imkerinnen und Imker aus ganz Oberösterreich kommen am Samstag, 14. März in der Mittelschule Pichl bei Wels (Gemeindeplatz 8, 4632 Pichl bei Wels) zusammen. Der OÖ Landesverband für Bienenzucht hält dort für seine Mitglieder seine 136. Generalversammlung ab – eine der ältesten und traditionsreichsten Imkervereinigungen Österreichs. Anschließend ab 13 Uhr findet der 2. OÖ Landesimkertag statt, der für alle zugänglich ist und ganz im Zeichen von Marketing und Direktvertrieb für Freizeitimkerinnen und -imker steht.

Programm des 2. OÖ Landesimkertages (14. März 2026, ab 13:00 Uhr)

  • Herbert Vitzthum: Der Kreislauf der Bestäubung und unsere Bedeutung für Oberösterreich
  • Ing.in Michaela Sandmayr BSc MA: Sei selbst am Wort – Authentisch über die eigene Imkerei sprechen
  • Susanne Wimmer: Mit Qualität Kunden langfristig überzeugen
  • Anita Kugler: Social Media – Einfach nutzbar und wirkungsvoll, auch für kleine Betriebe
  • Herbert Vitzthum: Brandneue Marktstudie zu Gläsern, Etiketten und Preisen
  • Mag.a Christiana Walch: Marketing und Vertrieb für Imkerinnen und Imker
  • KommR. Ing. Josef Strutz: Insiderwissen – Wie der Lebensmittelhandel tickt

Zwei schwierige Jahre – und was die Imkerei daraus lernt

Die vergangenen zwei Saisonen haben Oberösterreichs Imker und Imkerinnen vor ungewöhnliche Herausforderungen gestellt. 2024 war die Honigernte außerordentlich schwierig: Schlechte Witterungsverhältnisse sorgten dafür, dass sich der Honig vielfach kaum oder gar nicht schleudern ließ. 2025 brachte zwar in manchen Regionen eine gute Blütentracht, in anderen jedoch blieben die Erträge weit unter dem Durchschnitt – unterm Strich ein unterdurchschnittliches Honigjahr für Oberösterreich.

Umso wichtiger ist es, dass Imker und Imkerinnen wissen, wie sie ihren Honig und ihre Imkerei auch in schwierigen Jahren erfolgreich vermarkten können. Der OÖ Landesimkertag widmet sich genau dieser Frage: Wie gelingt es Betrieben mit 3 bis 20 Bienenstöcken ihren Kundenkreis zu erweitern, authentisch zu kommunizieren und langfristig wirtschaftlich zu arbeiten? Renommierte Referenten und Referentinnen aus der Praxis zeigen, was regional funktioniert – von Social Media bis hin zu Insiderwissen über den Lebensmittelhandel.

Bienen: Stilles Fundament der oberösterreichischen Landwirtschaft

Was viele nicht wissen: Honig ist längst nicht der wichtigste Beitrag den Bienen für unsere Gesellschaft leisten. Durch ihre Bestäubungsarbeit sichern sie in der oberösterreichischen Landwirtschaft Erträge im Wert von rund 60 Millionen Euro jährlich. Laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft erbringt ein einziges Bienenvolk eine Bestäubungsleistung im Wert von 800 bis 900 Euro pro Jahr – das ist um ein Vielfaches mehr als der Wert seines Honigs.

Dieser Wert zeigt sich nicht nur in den Feldern und Obstgärten der Landwirtschaft: Auch in privaten Gärten profitieren Obst- und Gemüsepflanzen von fleißigen Bienen. Sie sorgen für mehr Ernte, größere und schmackhaftere Früchte sowie eine längere Lagerdauer – eine stille, aber enorme Leistung im Hintergrund.

Bienen sind keine Freizeitbeschäftigung am Rand der Gesellschaft – sie sind ein tragendes Element unseres Ökosystems und unserer Landwirtschaft. Wer in Oberösterreich heimischen Honig kauft, investiert in diesen stillen Kreislauf, der uns alle ernährt.

Herbert Vitzthum, Präsident des OÖ Landesverbandes für Bienenzucht

Ein Kreislauf, der Zusammenhalt braucht

Die Imkerei in Oberösterreich lebt von einem stillen Gleichgewicht: Imker und Imkerinnen pflegen ihre Völker mit großem Einsatz, Landwirtinnen und Landwirte profitieren von der Bestäubung, die Natur gewinnt an Artenvielfalt – und Konsumentinnen und Konsumenten erhalten ein regionales Naturprodukt von höchster Qualität. Dieser Kreislauf funktioniert jedoch nur dann, wenn auch der Absatz stimmt.

Deshalb ist der Kauf von Honig direkt bei oberösterreichischen Imkern und Imkerinnen kein bloßer Konsumentscheid – es ist ein Beitrag zur Erhaltung unserer Natur, unserer Gärten und unserer regionalen Landwirtschaft. Mit dem Qualitätssiegel Honigland OÖ können Konsumenten und Konsumentinnen zertifizierten, geprüften Honig aus der Region einfach erkennen und gezielt kaufen.

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