Startseite » Achtung Verwechslungsgefahr: Experten prognostizieren starkes Hornissen- und Wespenjahr

Achtung Verwechslungsgefahr: Experten prognostizieren starkes Hornissen- und Wespenjahr

Achtung Verwechslungsgefahr: Experten prognostizieren starkes Hornissen- und Wespenjahr

Der milde Winter und die ungewöhnlich warmen Frühjahrswochen haben die Natur in diesem Jahr im Zeitraffer starten lassen. Biologen weisen aktuell darauf hin, dass überwinterte Wespen- und Hornissenköniginnen dadurch außergewöhnlich früh mit dem Nestbau beginnen konnten. Bleibt das Sommerwetter weiterhin stabil warm, steht uns im Spätsommer eine überdurchschnittlich hohe Populationsdichte bei Faltenwespen bevor.

Hohe Aufmerksamkeit nach Nestfund in Vorarlberg

Besondere Brisanz erhält dieses biologische Phänomen durch die jüngsten Ereignisse: Ende Juni wurde im Vorarlberger Lustenau der erste offizielle Fund von Nestern der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) in Österreich bestätigt. Das aktive Primärnest wurde von den Behörden umgehend fachgerecht entfernt. Dieser Fund beweist jedoch endgültig, dass der invasive Schädling versucht, in Österreich Fuß zu fassen. Imkerinnen und Imker im gesamten Bundesgebiet – auch bei uns in Oberösterreich – sind seither in erhöhter Alarmbereitschaft.

Unsere heimische Hornisse steht unter Naturschutz!

Da die Sensibilisierung in der Bevölkerung und der Imkerschaft erfreulich hoch ist, steigen derzeit auch die Meldungen von Insektensichtungen. Der OÖ. Landesverband für Bienenzucht betont hierbei eine ganz wesentliche Botschaft: Unsere heimische Hornisse (Vespa crabro) ist friedlich, ein nützlicher Jäger und steht unter strengem Naturschutz! Sie darf auf keinen Fall eigenmächtig bekämpft oder getötet werden. Sie ist im Naturhaushalt unverzichtbar und reguliert unter anderem die Wespenpopulationen an unseren Bienenständen.

Der exakte optische Vergleich

Um Fehlmeldungen zu minimieren und im Ernstfall rasch handeln zu können, gilt folgende Faustregel für die Unterscheidung:

  • Heimische Hornisse (Vespa crabro): Deutlich größer, rötlich-brauner Brustabschnitt und ein überwiegend gelber Hinterleib mit schwarzen Punkten und Streifen.
  • Asiatische Hornisse (Vespa velutina): Etwas kleiner, schwarzer oder samtig-dunkler Grundton, Brustabschnitt tiefschwarz, der Hinterleib zeigt lediglich ein orangefarbenes Band (am 4. Segment). Auffällig sind zudem die markanten, gelben Beinspitzen.

Wie verhalte ich mich bei einem Verdacht?

Bitte nimm an deinen Bienenständen regelmäßig Fluglochbeobachtungen vor. Solltest du eine Hornisse beobachten, die im typischen Rüttelflug vor dem Flugloch steht, um Heimkehrer abzufangen, versuche Ruhe zu bewahren. Mache, wenn möglich, ein scharfes Foto oder Video.

Nähere dich niemals eigenständig einem vermuteten Nest in Baumkronen oder Hecken! Die Tiere verteidigen ihren Brutraum massiv. Verdachtsfälle müssen umgehend mit Bildmaterial über die offizielle, österreichische Plattform www.bienengesundheit.at eingereicht werden. Nur so können die Experten der AGES und die Sachverständigen der Landesverbände eine rasche Identifikation und professionelle Entfernung einleiten.

Scroll to Top