Rückblick 2. Imker*innen Online-Treffen

Gestern, am 11. Juni, fand das zweite Onlinetreffen der Oberösterreichischen Imker*innen statt. Über 200 Mitglieder waren angemeldet. Innerhalb von eineinhalb Stunden wurden die aktuellen Entwicklungen rund um den OÖ Landesverband für Bienenzucht präsentiert. Das Programm umfasste eine halbe Stunde Neuigkeiten aus Verwaltung, Organisation und Bienenpolitik, eine halbe Stunde imkerliche Fachthemen und eine halbe Stunde Diskussion.

Während in der ersten halben Stunde viele kleine Themenbereiche angesprochen wurden, weckte das Thema Förderung für Laboruntersuchungen und Schulungen wohl das meiste Interesse. Viele Teilnehmer*innen waren auch erleichtert zu hören, dass es in Oberösterreich noch keine nachweisliche Sichtung einer Vespa Velutina gibt. Der Verband trifft jedoch in guter Kooperation mit dem Bienenzentrum und der Agrarabteilung der OÖ Landesregierung weitere Vorbereitungen auf das leider unausbleibliche Eintreffen der Vespa Velutina.

Im imkerlichen Fachteil konnte man vom zuständigen Bienenseuchensachverständigen des Bezirks Steyr, Ernst Hiesmayr, aus erster Hand erfahren, warum und wie es zu sieben Faulbrutsperrkreisen kommen konnte. Der Ausbruch begann mit einer großen Anzahl von Bienenvölkern eines verstorbenen Imkers, dessen Völker in kleineren Einheiten verkauft wurden, wobei die Faulbruterkrankung mit den Völkern verbreitet wurde. Bei der Aufklärung und Bekämpfung wurden insgesamt acht verwahrloste Bienenhütten entdeckt, in mindestens einer konnte ein weiterer Faulbrutfall identifiziert werden.

Die Erkenntnis daraus ist, dass sich alle Imker*innen um verlassene Bienenbeuten, Bienenstände und Bienenhütten kümmern sollen. Die Eigentümer sollen überzeugt werden, eine freiwillige Sanierung durchzuführen. Gelingt dies nicht, ist eine Anzeige beim Veterinäramt der Bezirksbehörde zu erstatten. Ortsvereine und der Verband unterstützen dabei. Erste Ansprechperson ist Konrad Sauerschnig, Landesgesundheitsreferent.

Ein Dank geht an alle Imker*innen, besonders an die betroffenen Obleute der Region, die mit Umsicht und viel Engagement die Arbeit des Sachverständigen unterstützt und so zu einer raschen Sanierung beigetragen haben.

Hinweis für Imker*innen

Alle müssen sich an die Vorschriften des Bienenseuchengesetzes halten. Es ist schwer (eigene Erfahrung), keine Bienen, Beutenmaterial usw. aus dem Sperrkreis entfernen zu dürfen. Die Strafen sind jedoch zu Recht hoch, da sonst auch Imker*innen in anderen Gebieten gefährdet werden.

Hinweis für Konsument*innen

Die Amerikanische Faulbrut betrifft die Brut der Bienen, die in den noch verschlossenen Brutzellen abstirbt. Für Konsument*innen, die an Bienenprodukten wie Honig interessiert sind, bleibt dieser weiterhin hochwertig und kann jederzeit konsumiert werden. Der Konsument ist also nicht von der Faulbrut betroffen!

Es gibt keinerlei Änderungen im Lebensmittelrecht, die den Einsatz des Imkerbund-Glases mit der Aufschrift „Echter österreichischer Honig“ einschränken würde.

Lebensmittelrecht

Die Formulierung „echt“ bei Honig wurde bis dato von der Lebensmittelaufsicht toleriert, obwohl es sich bei dieser Formulierung um eine Selbstverständlichkeit handelt.

Neuerung zur Etikettierung von Honig

Entschuldigung

Zu Beginn war die 100-Benutzer-Grenze des Zoom-Meetings aktiv, konnte aber schnell auf die vorhandene 500-Benutzer-Lizenz umgestellt werden. Wir bitten um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten.

Wichtige Links aus der Veranstaltung

Aktuelle Adresse des OÖ Landesverbandes www.imkereizentrum.at
Zukünftig ebenfalls verwendete Adresse www.bzv-ooe.at
Faulbrutsperrgebiete https://apps.bzv-ooe.at/l/?id=1
Versicherung https://apps.bzv-ooe.at/l/?id=2
Anwendungen für Ortsvereine und Imker*innen https://apps.bzv-ooe.at
VIS Einträge https://portal.statistik.at/
Meldung Vespa Velutina https://apps.bzv-ooe.at/l/?id=3
Vereinsplaner www.vereinsplaner.at
Vereinsplaner Kurs – Modul 1 https://apps.bzv-ooe.at/l/?id=5
Anmeldung Zukunftsforum OÖLV-ÖIB https://apps.bzv-ooe.at/l/?id=6

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