Imkern macht glücklich – Warum die Arbeit mit Bienen erfüllt
1. Seelischer Ausgleich und Sinnhaftigkeit
Imkern wird als starker Kontrast zum modernen Arbeitsleben beschrieben, der Ruhe und Zufriedenheit stiftet:
- Erzwungene Ruhe: Für Thomas (IT-Projektmanager) sind Bienen der Ausgleich zum digitalen Stress. Da Bienen keine Hektik verzeihen, zwingen sie ihn zur Ruhe und wirken wie eine „erzwungene Meditation“. Mehr von Thomas erfahren…
- Sinnhaftigkeit & Stolz: Sophie empfindet tiefen Sinn darin, etwas Echtes zu schaffen, im Gegensatz zu abstrakten Büro-Meetings. Das erste Glas eigener Honig erfüllt sie mit großem Stolz. Mehr von Sophie erfahren…
- Sinnliches Erlebnis: Für Hannes steht das sinnliche Erleben im Vordergrund – der Duft von Wachs und Propolis sowie das monotone Summen beruhigen ihn mehr als ein Urlaub. Mehr von Hannes erfahren…
2. Neue Verbindung zur Natur
Die Arbeit mit den Bienen verändert den Blick auf die Umwelt radikal:
- Wahrnehmung in „High Definition“: Maria beschreibt, dass sie die Natur intensiver wahrnimmt, Blühzeiten genau registriert und sich wieder als Teil des Ganzen fühlt. Mehr von Maria erfahren…
- Hüter des Kreislaufs: Imker erleben den Bestäubungskreislauf hautnah: vom „Lockruf“ (Nektar) über den Transport der Pollen bis zur Befruchtung, die Nahrung sichert . Mehr über den Kreislauf erfahren…
- Franz sieht sich als „stiller Teilhaber“ bei der Gemüseernte im Eferdinger Becken. Mehr von Franz erfahren…
- Elisabeth genießt die „Magie“ der Verwandlung von der Blüte zur Kirsche. Mehr von Elisabeth erfahren…
- Lukas findet Glück darin, durch die Bestäubung die bunten Alpenwiesen und die Vielfalt der Wildblumen zu erhalten. Mehr von Lukas erfahren…
3. Gesundheit und geistige Fitness im Alter
Imkern wird als Hobby dargestellt, das ein Leben lang trägt und fit hält:
- Körperliche Fitness: Der 87-jährige Karl imkert seit 67 Jahren. Die Bewegung hält ihn fit und die Verantwortung für die Bienen gibt ihm jeden Tag einen Grund aufzustehen. Mehr über Karl erfahren…
- Geistiges Training: Gertrude (78) bezeichnet Imkern als „Denksport“. Die ständigen Entscheidungen und Anpassungen an die Natur halten ihren Geist wach und dienen als Gehirnjogging. Mehr über Gertrude erfahren…
4. Die vielfältigen Facetten der Imkerei
Jenseits der reinen Honigernte bietet die Imkerei viele Spezialisierungen und Handwerkskünste:
- Marktverkauf: Für Richard und Johanna ist der direkte Kontakt zu dankbaren Kunden am Markt der schönste Lohn für die Jahresarbeit . Mehr über Richard und Johanna erfahren…
- Pollen-Ernte: Anna und Georg sammeln in den Kalkalpen hochwertigen Blütenpollen, was präzise tägliche Arbeit erfordert, aber durch die Reinheit des Produkts belohnt wird. Mehr von Anna und Georg erfahren…
- Königinnenzucht: Stefan liebt die strikte Disziplin und Präzision der Zucht. Das Aufstellen der Begattungskästchen in der Stille der Berge ist für ihn ein feierlicher Moment. Mehr von Stefan erfahren…
- Handwerk & Bauen: Martin nutzt den Winter, um in seiner Werkstatt Beuten zu tischlern. Diese ruhige Arbeit ist für ihn meditativ und steigert die Vorfreude auf den Frühling. Mehr von Martin erfahren…
- Veredelung (Met & Süßwaren): Klaus braut Met und genießt die Geduld, die dieser Prozess erfordert. Mehr über Klaus erfahren…
Verena verarbeitet Honig kreativ weiter, z.B. zu „Torrone“ (Weißer Nougat), und sieht darin ein Stück Lebensfreude. Mehr über Verena erfahren…
5. Gemeinschaft und Weiterbildung
- Lebenslanges Lernen: Markus und Julia besuchen regelmäßig die Imkerschule in Linz. Sie schätzen den Austausch mit anderen, sei es bei ernsten Themen wie der Varroa-Bekämpfung oder bei genussvollen Kursen wie der Oxymel-Herstellung . Mehr über Markus und Julia erfahren…
Ein Wort in eigener Sache: Über diese Interviewserie
Die Geschichten, die du hier liest, liegen mir sehr am Herzen. Sie basieren zu 100 % auf echten Begegnungen und unzähligen Gesprächen, die ich Jahr für Jahr auf Imker-Veranstaltungen mit faszinierenden Menschen führe.
Um die Essenz dieser Erfahrungen bestmöglich einzufangen, habe ich mich für eine besondere Form entschieden: Die Interviews sind „Verdichtungen“. Das bedeutet, dass Themen, Emotionen und Aussagen aus verschiedenen realen Gesprächen zu einzelnen Texten zusammengefügt und für dich lesbar aufbereitet wurden. Die genannten Personen stehen also stellvertretend für die vielen echten Stimmen der Imker-Gemeinschaft.
Auch bei der Bebilderung gehe ich neue Wege: Die Porträts und Szenen sind computergenerierte Symbolbilder (KI). Das ermöglicht es mir, die Geschichten stimmungsvoll zu untermalen, ohne hohe Kosten für Fotoshootings aufzuwenden oder mich im Dschungel der Urheberrechte zu verfangen. So kann ich mich voll und ganz auf das konzentrieren, was zählt: Die Begeisterung für das Imkern weiterzugeben.
Herbert Vitzthum, Präsident des OÖ-Landesverbands für Bienenzucht


















